Zukunftsdialog „Führung und Steuerung in der Eingliederungshilfe“

Hiermit laden wir Sie ganz herzlich zu unserem Zukunftsdialog „Führung und Steuerung in der Eingliederungshilfe – die Einzelfall-, Organisations- und Netzwerkebene“ ein.

Aufgrund des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) wird in der Eingliederungshilfe derzeit die größte sozialpolitische Reform der letzten zehn Jahre umgesetzt. Das Gesetz priorisiert neue Prinzipien (Teilhabe statt Fürsorge; Personen- statt Angebotsorientierung) und stellt neue, höhere Steuerungsansprüche an die Träger der Eingliederungshilfe. In der Folge werden in den Bundesländern derzeit lokale wie auch überörtliche Aufgaben, Prozesse, Strukturen, Ressourcen und Instrumente der Eingliederungshilfe überprüft und vielerorts angepasst. Auch für die Leistungserbringenden bringt das BTHG viele Umstellungen mit sich, etwa durch die Trennung von Fach- und unterhaltssichernden Leistungen oder erweiterte Leistungen.

Zu Beginn des Jahres 2017, als das BTHG noch ganz frisch war, hat gfa | public eine strategische Analyse des Gesetzes erstellt, die in der Broschüre „Steuerung in der Behindertenhilfe. Das Bundesteilhabegesetz und seine Folgen“ vom Deutschen Verein veröffentlicht wurde. Konzeptionell setzte sie am sozialrechtlichen Dreieck und an den drei Ebenen des Case Management Modells der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management an. Unsere Analyse haben wir damals zu folgenden Thesen verdichtet:

  1. Intensivere Fallsteuerung durch die Träger: Die Träger der Eingliederungshilfe zielen darauf, die Informationsprozesse zwischen Leistungsempfänger/innen und Leistungserbringenden zu verändern. Sie gehen selbst zukünftig frühzeitiger und systematischer auf die Leistungsempfänger/innen zu und sie unterstützen die Leistungsberechtigten stärker, ihre eigenen Entscheidungsmöglichkeiten auch praktisch zu nutzen.
  2. Intensivere Kontrollen der Leistungserbringenden: Die Leistungsträger/innen werden die Leistungserbringenden in Zukunft intensiver kontrollieren und sanktionieren.
  3. Zunehmende Angebotsdichte: Die Anzahl der Leistungserbringenden für Menschen mit Behinderungen wird mittelfristig steigen.
  4. Nivellierung: Mittel- bis langfristig ist bundesweit eine Angleichung der Leistungen und Kosten zu erwarten.
  5. Umgang mit finanzieller Unsicherheit: Für die Leistungsträger/innen bestehen erhebliche Kostenrisiken aber auch -chancen.

Die operative Perspektive im Focus

Das BTHG ist seit dieser ersten Analyse mittlerweile in allen Bundesländern Gegenstand intensiver Umsetzungsplanungen und -maßnahmen geworden. Diese operative Perspektive steht im Fokus unseres Zukunftsdialogs. Konzeptionell orientiert sich gfa | public an den beiden bereits genannten Konzepten, dem sozialrechtlichen Dreieck und den drei Ebenen des Case Managements:

  • Auf Ebene des Einzelfalls widmet sich der Zukunftsdialog den Fallsteuerungserfahrungen und -herausforderungen, vorgestellt durch Herrn Dr. Michael Schlese, Leiter des Amtes für Soziales im Bezirk Berlin-Mitte. Herr Dr. Schlese gibt zudem erste Einblicke in die Fragen des Prozessmanagements und der Digitalisierung.
  • Auf Ebene der Organisation stellt Herr Jürgen Kockmann, Leiter der Behindertenhilfe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), das in seiner Abteilung erarbeitete Führungs- und Steuerungskonzept vor. Kern des Konzeptes ist eine klare sozialräumliche, aufgabenübergreifende Ausrichtung und Gesamtverantwortung in den Regionen des LWL. Über interne „Steuerungszirkel“ soll organisationales Lernen sichergestellt werden.
  • Auf Ebene des Netzwerks erörtert Herr Kalle Krott, fachliche Leitung der ZIK gGmbH, mit welchen Methoden Leistungserbringende die hohe Qualität bei ihren Eingliederungshilfeleistungen gewährleisten und vor welche Herausforderungen die BTHG-Umsetzung die Leistungserbringenden stellt.

Anhand dieser konkreten Praxisbeispiele möchten wir mit Ihnen gemeinsam über Anregungen und Lösungsideen für Ihre Organisation sprechen und die Gelegenheit nutzen, mit Ihnen über deren Umsetzung und Anwendbarkeit zu diskutieren. Nach jedem Vortrag gibt es Raum für Ihre Fragen und einen offenen Austausch mit den Referenten und den anderen Gästen. gfa | public wird den Zukunftsdialog moderieren, fachlich begleiten und dokumentieren.

Ort und Zeit–

Dienstag, 30. Oktober 2018 von 10:15 bis 16:00 Uhr

Victor`s Residenz Hotel

Am Friedrichshain 17

10437 Berlin

Kosten und Anmeldung–

Die Teilnahmegebühr inklusive Verpflegung beträgt 80,- € pro Person;

Anmeldeschluss ist der 12.10.2018. Die Teilnahme ist auf zwei  Personen je Organisation beschränkt. Je nach Resonanz ist eine Reduktion auf eine Person je Organisation möglich.

Bitte melden Sie sich entweder per Mail unter veranstaltungen@gfa-public.de für den Zukunftsdialog an oder verwenden Sie das untenstehende Anmeldeformular.

Wir freuen uns auf eine spannende, inspirierende Veranstaltung mit Ihnen.

Datensicherheit und Datenschutz–

Wir versichern, Ihre Daten vertraulich zu behandeln und nur zu Zwecken zu verwenden, die in der Datenschutzerklärung aufgeführt sind.

Mit der Übersendung Ihrer Anmeldung akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung der gfa | public GmbH.

Ihre Kontaktperson:

Dr. Markus König
Senior Berater
fon 030 398 20 53 16
fax 030 398 20 53 09
mail mk@gfa-public.de

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