fa:z modell©

Fallarbeit ziel- und ressourcenorientiert ausrichten

Erfahrungen und Trends in den Jobcentern zeigen bundesweit: Zu wenig Zeit und geringe Budgets im Bereich Eingliederung erschweren die erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Von einer konstant hohen Zahl an Kunden mit verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit und erhöhtem Beratungsbedarf bei konstant niedrigem Budget ist auch in Zukunft auszugehen. Konkret erhalten nur etwa 30 Prozent der Jobcenter-Kunden aktive Förderleistungen. Bei einem Fallschlüssel von 1:150 haben Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter je Kunde fünf Stunden brutto pro Jahr für aktive Beratung.

Je weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, desto effektiver müssen sie genutzt werden. Dafür ist notwendig, Ressourcen systematisch einzusetzen und in der Aufgabenwahrnehmung und Kundenberatung zu priorisieren. Wie erfolgreich ein Jobcenter im Bereich Eingliederung ist, hängt maßgeblich davon ab, ob die Fallarbeit aktiv gesteuert wird.

Kernelemente des fa:z modell© – Ressourcen und Ziele in den Mittelpunkt nehmen

Das fa:z modell© rückt die Möglichkeiten und Ziele des Kunden in den Mittelpunkt. Kern des Ansatzes ist die fokussierte Förderung der Ressourcen, die der Kunde konkret für die Erfüllung seiner Karriere- und Lebensplanung benötigt. Die gemeinsam von Jobcoach und Kunde vereinbarten Förder- und Entwicklungsziele bilden als Ausgangs- und Messpunkte den Orientierungsrahmen für die weitere Fallarbeit: Fallsteuerung wird als zyklischer Prozess mit klarer Wenn-Dann-Logik begriffen.

Grundlogik des fa:z Modell©
Grundlogik des fa:z Modell©

Das fa:z modell© sieht eine lösungsorientierte Beziehung von Jobcoach und Kunde im Rahmen logischer und stringenter Arbeitsschritte vor. Es verknüpft neun ganzheitliche Ressourcenbereiche mit Förder- und Entwicklungszielen, die konsequent am SGB II ausgerichtet sind: Gestärkt wird immer nur ein Ressourcenbereich.

Individuelle Ziele als Maßstab des Erfolgs

Erfolgreich ist die zielorientierte Intervention als Maßnahme oder Beratung dann, wenn der Ressourcenbereich beim Kunden gestärkt wird, der nach der Handlungsplanung unterstützt werden soll.

Mitarbeiter/innen Motivation und Unterstützung bieten

Das fa:z modell© gibt viel Freiheit – und somit auch Verantwortung als Motivation. Gleichzeitig bringt seine stringente Wenn-Dann-Logik Struktur in die Fallarbeit: Das bietet in entscheidungskritischen Situationen die nötige Orientierung und damit direkte Unterstützung im Arbeitsprozess.

Stütz- und Steuerungsprozesse verknüpfen

Der Kernprozess der Integrationsarbeit im Jobcenter ist die Fallarbeit. Ihre gute Erledigung hängt auch davon ab, dass Stütz- und Steuerungsprozesse, beispielsweise das Maßnahmenmanagement oder die Arbeitgeberansprache, rechtzeitig die richtigen Unterstützungsleistungen bereithalten. Weil das fa:z modell© aktiv mit den Verknüpfungen zwischen Fallarbeit und weiteren Jobcenter-Prozessen arbeitet, werden Ihre Arbeitsergebnisse besser: Die integrierte Betrachtung reduziert Schnittstellenprobleme, erleichtert die Steuerung und schafft Klarheit und Sicherheit bei der Aufgabenerledigung.

 

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